Auf ein Wort
Ein offener Brief an Herrn Rolf-Dieter Maltzahn, Markus Zoepke und dem gesamten A-ROSA Management.
Wir waren eine Woche auf Eurer A-ROSA BRAVA unterwegs. Wir hatten eine unvergessliche Zeit, wurden bestens betreut und versorgt von einer wundervollen Crew, welche sehr aufmerksam war und unsere Wünsche von den Lippen ablesen konnte. Mitarbeiter, auf die Ihr absolut stolz sein könnt. Authentische und herzlich. Dafür möchte ich mich auch hier an dieser Stelle bei der Crew bedanken. Ihr leistet fantastische Arbeit!
Die „Hardware“ also das Schiff selbst befindet sich allerdings in einem Zustand, welches nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Die nachfolgenden Bilder zeigen ein abgewohntes Schiff mit Möbeln, die Auseinanderfallen, vergraute Teppiche, abgewetzte Bettverkleidungen und einer generell nicht mehr zeitgemäßen Einrichtung.
Der Katalogpreis ist Premium. Das Produkt, das die Kunden dafür bekommen, ist es definitiv nicht.
Liebe A-ROSA KREUZFAHRTEN, es ist DRINGEND an der Zeit, in die Bestandsflotte zu investieren. Ein umfangreiches Modernisierungsprogramm ist längst überfällig. AIDA hat es mit dem EVOLUTION Programm vorgemacht, wie es geht.
Nicht einmal in der Winterpause war es Euch offensichtlich möglich oder von Interesse zumindest das Schiff ordentlich zu reinigen. Die Deckenbereiche über den französischen Balkonen haben schon länger kein Reinigungsmittel gesehen. Der Wulstbug und das Unterwasserschiff sind stark von Bewuchs befallen, schlichtweg grün. So verschwendet Ihr noch unnötig zusätzlich benötigten Treibstoff durch den erzeugten Widerstand.
Ihr könnt es euch schlichtweg nicht erlauben diese anstehenden und höchst dringlichen Instandhaltungsmaßnahmen zu ignorieren und so tun, als wäre alles ok, agieren wie das Affentotem.
Mitbewerber wie Phoenix oder VIVA Cruises sind auf der Überholspur und werden euch bald abgehängt haben. Die Bedürfnisse und Ansprüche der Gäste haben sich in den vergangenen Jahren sehr verändert und auch darauf muss man reagieren.
Wie ist es möglich, sich das größte Flusskreuzfahrtschiff Europas gönnen zu können aber keinen Cent für die Bestandsflotte aufbringen zu können? Das geht mir nicht in den Kopf.
Ich appelliere an den neuen CEO Rolf-Dieter Maltzahn, sowie Markus Zoepke, dafür zu sorgen, dass A-ROSA wieder Premium wird. Ansonsten sehe ich schwarz für die Zukunft dieser eigentlich großartigen und emotional starken Marke. Es wäre schade. Sehr sogar.
Vergrault uns nicht. Bringt eure Mitarbeiter nicht länger in die unangenehme Situation, ständig den Zustand der Schiffe kompensieren zu müssen. Stellt euren Mitarbeitern ein Schiff zur Verfügung, auf das man stolz ist und worauf sich die Gäste wohlfühlen können und -so wie Ihr es bewerbt- eine schöne Zeit haben können. Das kostet sie viel Kraft und Nerven, dass muss wirklich nicht sein.
Nehmt nicht unser hart verdientes Geld und die kostbare Urlaubszeit um uns zu enttäuschen. Urlaub ist nicht dazu da, um aus gegebenen Umständen das Beste zu machen sondern um zu genießen und sich rundum wohlzufühlen.
Für die Reisepreise haben wir auch entsprechendes Produkt verdient und erwarten dies auch.
A-ROSA ist eine so wunderbare Marke gewesen, ein Produkt das seiner zeit voraus war. Werdet es wieder! Ich bin davon überzeugt, dass ihr das schafft. Ich freue mich drauf.
Mit besten Grüßen aus Aschaffenburg,
Manuel Otto